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Das geniale Prinzip der Linux Software Verwaltung
Bereits seit Anfang der 90er Jahre gibt es bei Linux sogenannte Paketmanager für Software. Diese Art der Softwareverteilung bietet einige interessante Vorteile gegenüber der bei Windows verbreiteten Methode.
Kurz & knapp
- Die Verbreitung von Linux hat in den letzten Jahren massiv zugelegt
- Installation von Software erfolgt vermehrt über Appstores
- Umsicht ist aber bei der Auswahl der Repositories gefordert
Windows und die Umgewöhnung des Endusers durch Smartphones
Wer schon länger mit IT zu tun hat, weiß, dass Microsoft Windows das meistgenutzte Betriebssystem auf Laptops und PCs ist. Dementsprechend sind viele mit der Methode vertraut, wie Software bei Windows genutzt wurde und wird:
- Benötigte Software wird identifiziert.
- Software wird aus dem Internet oder von einem Datenträger bezogen.
- Installation der Software erfolgt per Installer oder ggf. einfach direkt per „Doppelklick“.
Smartphones haben uns aber im Laufe der Jahre etwas anderes gelehrt: Sowohl iOS als auch Android setzen auf zentrale Appstores, die Software anbieten, bewerten lassen und eine bequeme Installation sowie Updates ermöglichen. Das steht im starken Kontrast zu dem, was man bei Microsoft Windows gewöhnt war. Damit entfällt die mühsame Suche nach Software über verschiedene Webseiten, sondern es wird gezielt im App Store/Play Store gesucht.
Linux: Weiter verbreitet als gedacht
Linux hat zwar einen kleineren Marktanteil als Windows, ist aber dennoch deutlich weiter verbreitet als vielleicht vermutet. Geräte, die mit Linux
laufen, sind z. B. Backend Server (vor allem Cloud-Infrastruktur), Raspberry PI, Fritzbox, smart TVs, Auto-Entertainment-Systeme, produktionsnahe Steuerungen und Industrie PCs,
Gebäudemanagement-Zentralen, Gebäude-Kameras, aber auch klassische Office PCs / Laptops.
Diese Vielfalt zeigt: Es gibt nicht “das eine Linux”. Es gibt zahlreiche Distributionen, die ihre eigene “Version” betreiben und viele Hersteller, die ihre persönliche
Linux-Variante auf ihrer eigenen Hardware installieren. Umso erstaunlicher ist es, dass die Installation und Wartung von Software bei Linux einheitlich und komfortabel
abläuft.
Linux verfolgt bereits seit Jahrzehnten das Prinzip, das wir heute von Smartphones kennen. Bereits seit Anfang der 90er Jahre gibt es bei Linux sogenannte
Paketmanager für Software. Diese übernehmen nicht nur die bekannten Funktionen wie Installation, Aktualisierung und Deinstallation von Softwarepaketen,
sondern kümmern sich auch um Dinge im Hintergrund, wie z.B. Abhängigkeiten von gemeinsam genutzter Software (Bibliotheken oder weitere Anwendungen) oder
Metadaten (Beschreibung, Version, Architektur, Prüfsummen usw.).
In der Regel hat jede Linux Distribution einen solchen Paketmanager. Die Pakete werden in sogenannten Repositories gespeichert, welche wiederum in verschiedenen Formen existieren (lokal, DVD, lokales Netzwerk, Internet, etc.). Die Distribution bietet typischerweise auch ein Standard-Repository in ihrem Paketmanager an und es ist auch in ihrer Verantwortung, die Software, die in ihrem Repository liegt, entsprechend auf Sicherheit und Kompatibilität zu testen. Je nach Distribution variieren diese nativen Pakete (und ihre Versionen). Oftmals werden größere Versions-Updates dann auch an Distributionsupdates gekoppelt.
Containerformate: Software flexibler installieren
Alternativ zu nativen Paketen gibt es auch Containerpakete, die bereits alle Abhängigkeiten in Form von Software enthalten und eigenständig installiert und betrieben werden
können. Sie sind unabhängig von der genutzten Linux Distribution und können quasi überall (Desktop-PC/Server) installiert werden.
Im Client- und Serverumfeld haben sich zwei Containerformate etabliert:
- Flatpak wird hauptsächlich von der Linux-Community verwendet, um Softwarepakete anzubieten
- snap ist das von der Canonical Foundation (die Firma hinter Ubuntu) bevorzugte Format
Neben der distributionsunabhängigen Installation ist ein Vorteil von Container-Paketen, dass sie oft aktueller sind als die der jeweiligen Linux Distribution.
Zusätzliche Repositories: Erweiterung der Paketquellen
Falls Software weder als natives Paket im Onboard Paketmanager, noch über Container-Formate angeboten wird, gibt es noch die Alternative, zusätzliche Paketquellen / Repositories einzubinden. Die Grundfunktionalitäten und Vorteile des Paketmanagers werden weiter genutzt, er wird aber durch zusätzliche Paketquellen erweitert. Zusätzliche Repositories sollten nur von vertrauenswürdigen Anbietern/Hostern stammen. Das können z. B. firmeninterne Repositories sein, die eines IT-Partners oder eines bekannten Software-Herstellers.
Manuelles Herunterladen vermeiden
Das, was wir jahrzehntelang von Windows gewöhnt waren, sollte unter Linux immer die letzte Wahl sein – nämlich das manuelle Herunterladen von (kompilierter) Software aus ggf. unsicheren Internet-Quellen, diese ausführbar machen und starten. Diese Vorgehensweise birgt hohe Sicherheitsrisiken und führt zudem zu administrativem Mehraufwand: Abhängigkeiten und Updates müssen manuell installiert und durchgeführt werden – das kann der Paketmanager nicht übernehmen.
Zusammenfassung: Arten der Software Verwaltung
- Paketmanager mit Standard-Repositories der Distribution
- Pakete im Container-Format über den Paketmanager der Distribution
- Einbinden von eigenen/anderen Repositories in Paketmanager
- Software selbst ausführbar machen und manuell starten
Mit dem Modul baramundi Linux Devices lassen sich die Update-Funktionen der Paketmanager der meisten Distributionen direkt von der baramundi Konsole aus steuern.
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Weitere Informationen zu baramundi Linux Devices finden Sie auf unserer Modulseite.
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